"Genießen wir die Harmonien, liebe Freunde!" Mit einer solchen Aufforderung stimmte der renommierte tschechische Chorleiter Jan Staněk Sängerinnen und Sänger zum Konzert im Jahr 2012 ein. Da die Senftenberger Peter-Paul-Kirche noch im Bau war, wurde das einstudiertes Programm in der Briesker Martin-Luther-Kirche aufgeführt.

Aber nun ist es wieder so weit. 100 Stimmen werden in der Senftenberger Kirche am Sonntag, dem 11. Mai um 15.30 Uhr  zu hören sein. Alle zwei Jahre und nun zum vierten Mal haben verschiedene Chöre in der Region das Glück, mit Jan Staněk in einem dreitägigen Workshop arbeiten zu können. Dazu gehören der Konzertchor Senftenberg, der Volkschor Schipkau, der Stadtchor Lauchhammer, erstmalig der Hoyerswerdaer Kammerchor sowie zusätzliche Sänger der Niederlausitzer Singakademie und aus Senftenberg und Umgebung.

Welche Klangfülle, Genauigkeit, Aussprache und Musikalität in dem zu erarbeitenden Chorauftritt stecken müssen, um ein Publikum zu begeistern, versteht Jan Staněk in eindringlicher Weise den Workshop-Teilnehmern immer wieder zu vermitteln.  Die Erinnerung an vergangene Treffen mit ihm ist in den Chören unauslöschbar. „Wir haben in dieser Zeit sehr viel gelernt und profitieren noch heute davon“, ist die einhellige Meinung der damals Beteiligten.

Der Organisator des Workshop-Wochenendes, Sven Irrgang, kennt Jan Staněk seit 2003, ist mit ihm befreundet und hat zahlreiche Seminare mit ihm erlebt. "Für mich und die Chöre ist es immer wieder ein ganz außergewöhnliches Erlebnis, Jan zu treffen. Er vermittelt nicht nur Musik und inspiriert, er lebt sie vielmehr, er selbst ist Musik!"

Jan Staněk ist an jedem Wochenende zu Chören in Deutschland, Tschechien,  Österreich, Südtirol und der Schweiz unterwegs. Auf die Frage, woher er die Kraft nimmt, erklärt der studierte Physiker, den Sinn seines Lebens im Chorgesang gefunden zu haben. Das mache ihn zu einem glücklichen Menschen. Genau das strahlt er aus und versteht es, auf eine besondere Art, die Sänger mitzureißen, zu begeistern und zu Hochleistungen zu motivieren.

Im Konzert am 11. Mai bringen die einzelnen Chöre zuerst einen kurzen Ausschnitt ihres eigenen Repertoires. Gemeinsam singen dann 100 Stimmen die erarbeitete Chorliteratur mit African Songs, Gospels und Stücken aus Tschechien, der Heimat Jan Staněks. Es wird auch selten aufgeführte geistliche Musik zu hören sein, z.B. das  "Il omnis una" des lettischen Komponisten Urmas Sisask, der sich vor allem mit gregorianischem Gesang für gemischte A-cappella-Chöre beschäftigt oder das "Amin" des rumänischen Komponisten Dorn Popovici.

Viele Sänger, außergewöhnliche Kompositionen, ein Dirigent der Sonderklasse, dazu die wunderbare Stimmung in der restaurierten Peter-Paul-Kirche - besser können Chormusikfreunde den Sonntagnachmittag nicht verbringen.

Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. Sie sind für Kosten des Konzertes und die Sakristei der Kirche gedacht.

Gabriele Philipp

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