"Kommt, Leute, es ist Mai, der Monat der Liebe, singt das auch!"

Mit solchen und vielen anderen, energischen, lustigen, ernsten und eindringlichen Worten leitete Jan Staněk den diesjährigen Workshop mit dem Ziel, die Peter-Paul-Kirche mit fast 100 Stimmen im anschließenden Konzert zum Beben zu bringen.

Aber vorher gab es eine Menge Arbeit. Sehr diszipliniert und aufmerksam hörten die Sängerinnen und Sänger der vier eingeladenen Chöre und Gäste seine Wünsche an, wie laut oder leise, eindringlich oder kräftig gesungen werden sollte, lernten tschechische Wörter auszusprechen und wie man ohne Gesang Regen hörbar macht.

Wenn die Gesichter zu ernst oder konzentriert waren, fragte Jan mit gewohntem Charme: "Seid Ihr freiwillig gekommen? Ja? Dann möchte ich das in euren Augen und am Lächeln sehen!"

DSC 0904 2 Workshop mit Jan 9. bis 11.5.2014 2

Auf dem Programm standen geistliche Musik, Spirituals und zwei tschechische Lieder. Sven Irrgang, der Organisator des Workshops, machte in den Vorproben deutlich, dass man nicht erwarten könne, bei der Einladung eines tschechischen Chorleiters deutsche Lieder auf dem Programm zu haben.

Wie in der Sängerrunde zu erfahren war, sangen die meisten nachts weiter nach den  intensiven Proben und hatten die Melodien am Morgen noch im Kopf. Viele Einzelheiten wurden immer wieder geprobt, belobigt oder kritisiert. "Hej, Ihr habt wie Computer gesungen, eingeschaltet, ausgeschaltet, eingeschaltet, ausgeschaltet...!"

Herzliches Gelächter war das Ergebnis, wenn Jan Staněk erklärte, dass der liebe Gott den Chorsängern zwei Augen gegeben habe, eines für die Noten, das andere für den Blick auf den Dirigenten. "Ich gebe nicht nach! Ich bin es gewohnt, immer zu gewinnen! Wer in die Pausen rein singt, dem werde ich mitten im Konzert gratulieren, denn Solisten gratuliert man immer." Oder: "Der gesamte Chor ist zu langsam! Wenn ich mich schon verbeuge, Blumen bekomme und ihr singt immer noch, haben wir etwas falsch gemacht!".

Eine Menge Arbeit hatte der Vorstand des Konzertchores auf seine Schultern genommen. Ob Terminabstimmungen, das Besorgen der Noten, die Organisation der Vorproben, Versorgung mit Essen und Trinken, die finanziellen Obliegenheiten, Aufbau der Chortreppen und viele andere wichtige Dinge wurden unproblematisch geklärt oder mit freiwilligen Helfern gemeistert. Ihnen und besonders Sven Irrgang gehört ein besonderer Dank.

Der dreitägige Workshop ist leider viel zu schnell vergangen. Auch wenn er kräftezehrend war, der Erfolg hat die Erschöpfung wettgemacht. Nachdem sich dann am Sonntagnachmittag zum Konzert der Stadtchor Lauchhammer, der Volkschor Schipkau, der Konzertchor Senftenberg und der Hoyerswerdaer Kammerchor mit jeweils einem kleinen Programm vorgestellt hatten, sangen fast 100 Stimmen die eingeübte Chorliteratur mit großer Freude. Die Kirche war voll besetzt. Lächelnde Gesichter, Beifall ohne Ende sorgten für Gänsehauteffekte und der Nachhall nach dem letzten sehr intensiven Stück "In his Love" mit großem Fortissimo war der Punkt auf dem i.

Auch wenn Jan Staněks Wunsch: "Bitte nicht atmen. Ein guter Sänger atmet vor der Probe und erst wieder danach!" nicht erfüllt werden konnte, waren alle Beteiligten mehr als dankbar für diese wunderbaren, gemeinsamen Tage, haben viel gelernt und freuen sich schon auf den nächsten Workshop in zwei Jahren mit diesem wunderbaren Chorleiter.

Gabi, Gabi, Bash´abazalwan .....

Gabriele Philipp, 13. Mai 2014

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