Der Konzertchor Senftenberg und sein Leiter, Sven Irrgang, haben sich in die Sommerpause verabschiedet. Das ging aber nicht ohne einen Paukenschlag. Zum ersten Mal konnten Zuhörer auf dem Kirchhof des "Bürgerhauses Wendische Kirche" ein Picknickkonzert erleben.

Fröhliche und bekannte Volkslieder in neuen Arrangements, auch Stücke in afrikanischer, englischer  und tschechischer Sprache wurden von Sven Irrgang in unnachahmlicher, charmanter Weise angekündigt und dirigiert oder mit dem Klavier begleitet. Es gelang, Brücken zu bauen zwischen Zuhörern, fremden Texten und besonderer Musik, auch vom Stadtchor Lauchhammer als Gast.

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Sängerinnen und Sänger des Konzertchores hatten sich mit großem Aufwand eine Besonderheit ausgedacht. Was liegt näher, als im Freien auch Kleinigkeiten zum Essen, Wein und Bier anzubieten? Das "Picknick" suchte seinesgleichen. Viele liebevoll gestaltete Häppchen in großer Anzahl, Herzhaftes und Süßes, fanden reißenden Absatz vor dem Konzert und den Pausen.

Mit dem Eintreffen der ersten Gäste hatte der Nieselregen aufgehört, die unruhigen Blicke der Organisatoren gen Himmel schienen geholfen zu haben.

Auch wenn der Aufwand neben der künstlerischen Vorbereitung groß war - es musste von der Serviette bis zu den Chorstufen, von Sitzbänken bis Preisschildchen, von Flaschenöffnern bis zu Kassen mit Wechselgeld und viele andere Kleinigkeiten gedacht werden - dieser Spätnachmittag ist gelungen.

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Die herzliche Reaktion der zahlreich erschienenen Gäste war eindeutig. Viel Beifall und die Bitte um Wiederholung eines solchen Konzertangebotes fielen bei den Sängern und dem Konzertchorvorstand in offene Ohren. Das erfolgreiche Teil- Benefizkonzert für das "Bürgerhaus Wendische Kirche" wird deshalb im nächsten Jahr seine Fortsetzung finden.

Gabriele Philipp

Ein paar Fotos vom Konzert finden sich hier.

Was für ein Konzert unter diesem Motto! Nach intensiver und drei Tage sehr anstrengender Probenarbeit, in der kaum Zeit zur Erholung blieb, haben drei regionale Chöre am Sonntag die Zuhörer in der voll besetzten Klettwitzer Kirche völlig überrascht. Herzliches Lachen und stehende Ovationen waren die schönste Belohnung für die Arbeit der Sängerinnen und Sänger.

Ursache dafür sind sicher auch die besonderen Chorstücke gewesen, ob die musikalische Reise des Schipkauer Volkschores durch Deutschland, der "Mann im Mond" vom Stadtchor Lauchhammer oder das Lied des schlafenden Löwen in der Nacht "The lion sleeps tonigth" des Konzertchores Senftenberg. Alle drei Chöre begeisterten die Zuhörer schon mit ihren kleinen Extraprogrammen.

Foto: NP

Der Höhepunkt war aber die Darbietung der einstudierten Chorstücke des Workshops mit allen 80 Sängern. Jan Staněk, der von allen verehrte Chorleiter aus Tschechien, hatte die Noten für Gospels, Spirituals, afrikanische, tschechische Musik und sakrale Werke mitgebracht. Eine Mischung zum Zuhören, für stille Momente, aber dann auch für große Heiterkeit und ansteckendes Lachen im Chor und bei den Zuhörern. 

Mit Sven Irrgang, der die künstlerische Seite mit betreute und die Vorproben leitete, verbindet ihn eine jahrelange Freundschaft. Wenn Jan Staněk davon sprach, dass er der Einladung zum fünften Mal sehr gern gefolgt ist und er mit dem Gefühl "nach Hause zu kommen" hierher fuhr, war das für die Workshopteilnehmer ein großes Kompliment.

Honza, wie ihn die Sänger liebevoll nennen, war nicht nur ein strenger, kompromissloser Einstudierer der Chorwerke. Er hat mit seinem Humor und der Schlitzohrigkeit alle Beteiligten aufs Neue für sich eingenommen. "Opfere den Text, aber nie die Dynamik und das Tempo!" waren seine aufmunternden Worte, wenn es in den Proben mal nicht so klappte. Aber der Satz: "Frauen, Augen zu (damit meinte er die Münder), sonst werde ich wütend und springe von meiner Haut!" sorgte wieder für lächelnde Gesichter.

Mit großem Kraftaufwand, Aufmerksamkeit, Durchhaltevermögen und viel Spaß gelang das Konzert und wird lange in Erinnerung bleiben, spätestens bis in zwei Jahren, wenn es heißt: Jan Staněk kommt zum 6. Workshop.

Gabriele Philipp

Viele Sänger, außergewöhnliche Kompositionen, ein Dirigent der Sonderklasse -

das alles ist am 10. April um 15.30 Uhr in der evangelischen Kirche Klettwitz zu erleben. Zum fünften Mal leitet der renommierte tschechische Chorleiter, Jan Staněk,  einen Workshop für 80 interessierte Sängerinnen und Sänger.

Welche Klangfülle, Genauigkeit und exquisite Aussprache in dem zu erarbeitenden Chorauftritt stecken müssen, um ein Publikum zu begeistern, versteht Jan Staněk in eindringlicher Weise den Workshop-Teilnehmern immer zu vermitteln.

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Er ist ein sehr gefragter Musiker, an jedem Wochenende zu Chören in Deutschland, Tschechien, Österreich, Südtirol und der Schweiz unterwegs. Auf die Frage, woher er dafür die Kraft nimmt, erklärt der studierte Physiker, den Sinn seines Lebens im Chorgesang gefunden zu haben. Das mache ihn zu einem glücklichen Menschen. Genau das strahlt er aus und versteht es, auf eine besondere Art, die Sänger mitzureißen, zu begeistern und zu Hochleistungen zu motivieren.

Die Tage der intensiven Arbeit für das Abschlusskonzert werden den Beteiligten wie in den letzten Jahren wegen der Intensität der Proben, der besonderen Vermittlung von Musik und der Fröhlichkeit im Gedächtnis bleiben.

"Genießen wir die Harmonien, liebe Freunde!" Mit einer solchen Aufforderung trifft er in die Herzen der Beteiligten für das von ihm ausgewählte Programm auch für diesen Workshop. Neben fröhlicher afrikanischer Musik mit originalen Zulu-Klängen und einem Lied aus Südafrika sind slowenische, tschechische und englische Stücke zu hören. Besonders eindringlich ist der Text aus einem biblischen Psalm "PEACE I GIVE TO YOU", der in der heutigen Zeit eine ganz besondere und aktuelle Bedeutung hat.

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Drei Chöre der Region - der Konzertchor Senftenberg, der Stadtchor Lauchhammer, der Volkschor Schipkau - und Gastsänger werden für dieses außergewöhnliche Konzerterlebnis mit Jan Staněk zusammen arbeiten. Aber auch mit einem fünfzehnminütiges Extraprogramm aus dem eigenen Repertoire bekommen die Sängerinnen und Sänger Platz und Raum.

Deshalb bekommt das "Frühlingskonzert der 80 Stimmen" durch die Vielsprachigkeit ein internationales Flair mit beschwingtem und inspirierendem Charakter. Die Sängerinnen und Sänger freuen sich dann nach geglücktem Auftritt auf das nächste Werkstattkonzert mit Jan Staněk in zwei Jahren.

Der Eintritt in der Klettwitzer Kirche ist frei. Spenden sind aber für die Kosten des Konzertes willkommen.

Gabriele Philipp

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  • 29.03.2017 | 19:15 Uhr
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