Lesen Sie, was in der Presse über den Konzertchor Senftenberg geschrieben wurde.

Freudentränen zum Festival-Abschied

Freudentränen zum Festival Abschied LR 2017 02 01 Seite 1

Freudentränen zum Festival Abschied LR 2017 02 01 Seite 2

Lausitzer Rundschau vom 15. April 2016

2016 04 15 LR Anstrengende Proben mit viel Beifall belohnt

Lausitzer Rundschau vom 29. Januar 2016

Nach dem Konzert ist vor dem Konzert!

Drei-Tage-Workshop des Konzertchores Senftenberg beendet

Es ist für Außenstehende schon belustigend zu hören, was ein Chor im Sommer oder im Winter probt. Bei schönstem Sonnenschein und Hitzegraden werden Weihnachtslieder einstudiert. Fällt Schnee und es herrscht Kälte sind wie in diesem Januar Lieder für den Sommer auf der Tagesordnung. Aber nur so kann ein Chor erfolgreich sein. Rechtzeitige und intensive Proben, in denen geübt und bis ins Kleinste ausgefeilt wird, bilden die Voraussetzung.

Der Konzertchor Senftenberg hat vor einer Woche seinen ersten Workshop dieses Jahres durchgeführt. An drei Tagen wurde mit großer Konzentration und Disziplin das gesungen, was der künstlerische Leiter, Sven Irrgang, für die Sommerkonzerte ins Programm nehmen will. Dabei ist auch ein Zyklus über die "Launische Forelle", wie sie im Original von Schubert komponiert, aber mit Arrangements anderer Komponisten wie Mozart, Beethoven, Wagner, Liszt oder in russischer bzw. Wiener Art kombiniert wurde. Ein schwieriges Stück, das eine Herausforderung ist, aber zum Schmunzeln einlädt.

Chorlager 2016 01 17 018

Der Spaß ist wie immer bei solchen Wochenendproben natürlich nicht zu kurz geraten. Herzliches Lachen war garantiert bei den Einwürfen der Sänger, wenn sie den Chorleiter "auf die Schippe nahmen" oder es umgekehrt war. Im Originalton: "Meine Herren, da ist genau eine Oktave Unterschied. Ihr müsst nur die Stimmbänder halb so schnell schwingen lassen, ist doch ganz einfach!" und "Wer mich beim Singen nicht anlächelt, von dem kassiere ich ab sofort monatlich zehn Euro Erschwerniszulage!".

Nun ist aber wieder die wöchentliche Probe für jeden Sänger ein MUSS, um weiter zu verfeinern, besser aufeinander zu hören, Fehler auszumerzen. Nach dem überaus erfolgreichen und gelobten Weihnachtskonzert mit 550 Zuhörern in der Peter-Paul-Kirche hat der Chor einen Ruf zu verteidigen und will das Publikum natürlich mit großer Qualität seines Repertoires erfreuen.

Der Grundstein für ein neues Konzert ist gelegt. Trotzdem sind Sängerinnen und Sänger jederzeit willkommen, wenn mittwochs um 19 Uhr im Bürgerhaus Wendische Kirche geprobt wird.

Gabriele Philipp

Lausitzer Woche vom 02. Januar 2016

Lausitzer Rundschau vom 08. April 2015

Ankündigung des Weihnachtskonzertes 2015 traditionell vor dem 4. Advent im Rahmen der Veranstaltungshinweise der Peter-Paul-Kirche Senftenberg.

Lausitzer Rundschau 22.12.2014

Weihnachtliche Stimmung und Nachdenkliches im Konzert in der Peter-Paul-Kirche

"Die Kirche ist voller Menschen. Lasst uns jetzt nicht nur unsere Lieder singen, sondern MUSIK machen." Mit diesen Worten motivierte Sven Irrgang, der künstlerische Leiter des Konzertchores Senftenberg, "seine" Sängerinnen und Sänger am Samstag ein letztes Mal kurz vor dem Auftritt.

Der Konzertchor Senftenberg e.V. beim Weihnachtskonzert 2014
Von zwei Alleluja-Gesängen umrahmt, war das Programm von großer Vielfalt und Lebendigkeit geprägt. Leise und eindringliche, sich in der Intensität steigernde Lieder waren ebenso zu hören wie kraftvolle oder fröhliche Stücke, auch in verschiedenen Sprachen. Die Chorsänger sahen Frauen und Männer im Kirchenschiff, die mit strahlenden und manchmal auch feuchten Augen zuhörten.

In vielen Liedern wurde der FRIEDEN AUF ERDEN thematisiert. Dieses zurzeit sehr brisante Thema nahm Sven Irrgang zum Anlass, um auf die Not von Kriegsflüchtlingen hinzuweisen, die jetzt auch in Senftenberg, Schipkau oder Lauchhammer ein neues Zuhause suchen. Sie sind heimatlos, wollen hier ankommen und als Menschen unter Menschen leben. Um ein Zeichen zu setzen, wird der Konzertchor deshalb einen Teil der gespendeten Einnahmen zum Kauf von Kinderspielzeug, Bekleidung und andere nötige Dinge für die Familien verwenden. Davon ließen sich die Zuhörer berühren. Sie hörten die 2000 Jahre alte Weihnachtsgeschichte, dass Jesus nur in einer Krippe geboren wurde und seine Eltern auf der Flucht auch ein neues Zuhause suchten in einer bestürzend neuen Weise.

Mit dem letzten Stück, einem sehr schwungvollen Medley aus dem Händel´schen "Messias" und natürlich einer Zugabe gab es sehr viel Zuspruch zum Konzert. Familie Herrmann aus Schipkau war des Lobes voll über die Auswahl der Stücke und beobachtete, wie genau, aufmerksam und hochkonzentriert die Chorsänger die Anweisungen des Dirigenten ausführten. Auch Christel Lampa aus Senftenberg freute sich über das stimmige Konzept, die Hingabe und Freude, mit der gesungen wurde.

Nach dem Konzert berichteten die Chorsänger von eigenen Beobachtungen und Empfindungen in der Kirche. Solche Meinungen wie - wunderbar gesungen, herrliche Musik, die Zeit ist viel zu schnell vergangen - waren von Familienangehörigen, Kollegen oder Freunden zu vernehmen.
Sven Irrgang ergänzte das Gehörte mit der Meinung, dass es gelungen sei, einfache Chorsätze sehr schön zu gestalten, aber mit "schwierigen" Liedern und kleinen Experimenten das Programm hochinteressant zu machen. Der Konzertchor hat in seinem Weihnachtsprogramm etwas Besonderes geboten und konnte in 90 Minuten die Zuhörer verzaubern, erfreuen und nachdenklich stimmen, lobte er die Sängerinnen und Sänger.

"Bleiben Sie uns gewogen!". Mit diesen Worten hat sich der Konzertchor in das nächste Jahr verabschiedet. Neue Sängerinnen und Sänger sind für die nächsten Projekte jederzeit willkommen, wenn ab 14. Januar die ersten Proben wieder beginnen.
Gabriele Philipp

Lausitzer Rundschau 10. Mai 2014

Jan Staněk motiviert für Sonntagskonzert

100 Stimmen bieten am Sonntag auch selten aufgeführte geistliche Musik

"Genießen wir die Harmonien, liebe Freunde!" Mit einer solchen Aufforderung hatte der renommierte tschechische Chorleiter Jan Staněk die Sängerinnen und Sänger zum Konzert vor zwei Jahren eingestimmt. Da sich die Senftenberger Peter-Paul-Kirche damals noch im Bau befand, wurde das einstudierte Programm in der Briesker Martin-Luther-Kirche aufgeführt.

Jan Staněk beim vergangenen Workshop; Foto: Gabriele Philipp

Aber nun ist es wieder so weit. 100 Stimmen werden in der Senftenberger Kirche am morgigen Sonntag um 15.30 Uhr zu hören sein. Alle zwei Jahre und nun zum vierten Mal haben verschiedene Chöre in der Region das Glück, mit Jan Staněk in einem dreitägigen Workshop arbeiten zu können. Dazu gehören der Konzertchor Senftenberg, der Volkschor Schipkau, der Stadtchor Lauchhammer, erstmalig der Hoyerswerdaer Kammerchor sowie zusätzliche Sänger der Niederlausitzer Singakademie, aus Senftenberg und Umgebung.

Welche Klangfülle, Genauigkeit, Aussprache und Musikalität in dem zu erarbeitenden Chorauftritt stecken müssen, um ein Publikum zu begeistern, versteht Jan Staněk, in eindringlicher Weise den Workshop-Teilnehmern immer wieder zu vermitteln. Chormitglieder erinnern sich noch gut an vergangene Treffen. Alle hätten in dieser Zeit sehr viel gelernt und profitieren bis heute davon. 

Der Organisator des Workshop-Wochenendes, Sven Irrgang, kennt Jan Staněk seit 2003, ist mit ihm befreundet und hat zahlreiche Seminare mit ihm erlebt. "Für mich und die Chöre ist es immer wieder ein ganz außergewöhnliches Erlebnis, Jan zu treffen. Er vermittelt nicht nur Musik und inspiriert, er lebt sie vielmehr, er selbst ist Musik", sagt er.

Jan Staněk ist jedes Wochenende zu Chören in Deutschland, Tschechien, Österreich, Südtirol und der Schweiz unterwegs. Auf die Frage, woher er die Kraft nimmt, erklärt der studierte Physiker, den Sinn seines Lebens im Chorgesang gefunden zu haben. Das mache ihn zu einem glücklichen Menschen. Genau das strahlt er aus und versteht es, auf eine besondere Art, die Sänger mitzureißen, zu begeistern und zu Hochleistungen zu motivieren. 

Im Konzert am morgigen Sonntag bieten die Chöre zuerst einen kurzen Ausschnitt ihres jeweiligen Repertoires. Gemeinsam singen dann 100 Stimmen die erarbeitete Chorliteratur mit African Songs, Gospels und Stücken aus Tschechien, der Heimat Jan Staněks. Es wird auch selten aufgeführte geistliche Musik zu hören sein. Dazu gehören zum Beispiel das "I omnis una" des lettischen Komponisten Urmas Sisask, der sich vor allem mit gregorianischem Gesang für gemischte A-cappella-Chöre beschäftigt, und das "Amin" des rumänischen Komponisten Dorn Popovici.

Viele Sänger, außergewöhnliche Kompositionen, ein Dirigent der Sonderklasse, dazu die wunderbare Stimmung in der restaurierten Peter-Paul-Kirche – besser können Chormusikfreunde den Sonntagnachmittag nicht verbringen. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

gph1 Konzert der 100 Stimmen, Sonntag, 11. Mai, 15.30 Uhr, Peter-Paul-Kirche Senftenberg

Lausitzer Rundschau 23. Dezember 2013

 

Märkischer Bote 15. Dezember 2013

12. Dezember 2013

Die Herzen berühren

Konzertchor singt in der Peter-Paul-Kirche Senftenberg (G.P.)

Der Konzertchor Senftenberg erfreut seit vielen Jahren sein Publikum am 4. Adventsamstag um 15.30 Uhr mit weihnachtlichen Weisen. Die 40 Sängerinnen und Sänger werden Lieder in deutscher, lateinischer, französischer, englischer, schwedischer, polnischer und  neapolitanischer Sprache aus mehreren Jahrhunderten singen.

Leise und getragene Stücke, beschwingte, intensive und kraftvolle Melodien wechseln sich  in vier- bis sechsstimmigen Sätzen ab. Das älteste „Übers Gebirg’ Maria geht“ stammt aus dem 16. Jahrhundert. Ob Kanon, Lieder zur Heiligen Nacht, Hugo Distlers „Ich brach drei dürre Reiselein“ oder Zdenek Lukáš „Missa Brevis“ – der Chor ist für seine Vielseitigkeit und internationalen Lieder aus ganz Europa bekannt.

Am Sonnabend vor dem vierten Advent bringen die Sänger des Konzertchores Weihnachtslieder aus sechs Jahrhunderten zu Gehör | Foto: privat

Chorleiter Sven Irrgang motiviert die Sängerinnen und Sänger stets mit großem Engagement. „Für viele Menschen hat das Weihnachtsfest eine tiefe Bewandtnis, die Texte der Lieder, egal in welcher Sprache, machen die Sehnsucht und Hoffnung auf die Jesusgeburt deutlich. Um die Zuhörer wirklich zu erreichen, muss es auch die Herzen der Sänger berühren“, ist seine Intention.

Das Konzert in der Senftenberger Peter-Paul-Kirche verspricht durch die Atmosphäre in diesem Gotteshaus ein besonderes zu werden. Die Zuhörer werden in ausdrucksvoller Weise auf das Weihnachtsfest eingestimmt und musikalisch in den Heiligabend geleitet.

Der Eintritt ist frei. Um Spenden wird gebeten, die der Kirchengemeinde und dem Chor zugutekommen.

 

Lausitz am Sonntag 09. Juni 2013

Der Stadtchor Lauchhammer und der Konzertchor Senftenberg haben am Freitag den 07. Juni 2013 in der Kirche St. Barbara Ortrand ein Benefizkonzert zugunsten der Hochwasseropfer gegeben. Knapp 80 Besucher kamen und spendeten rund 550 Euro. Das Geld soll an die Musikschule Pirna gespendet werden, die Opfer der Fluten wurde.

 

Foto: Mirko Sattler

Lausitzer Rundschau vom 24. Dezember 2012

Ein überaus erfolgreiches Konzert in jeder Hinsicht haben die Besucher am Samstagnachmittag in der Senftenberger Peter-Paul-Kirche erlebt. Mehr als 500 Zuhörer, für die weder die Kirchenbänke noch die Stühle reichten und die zum Teil stehend 90 Minuten den Weihnachtsweisen aus aller Welt lauschten, zollten dem Konzertchor Senftenberg e.V. großen Beifall und Anerkennung. Die Sängerinnen und Sänger und ihr Dirigent Sven Irrgang waren nicht nur glücklich, dass sie als erste ein Konzert nach der Wiedereröffnung der Kirche singen durften. Sie konnten dem Gemeindekirchenrat auch 1.600 Euro übergeben, die von den Konzertbesuchern für die weiteren Baumaßnahmen in der Sakristei gespendet wurden.

Gabriele Philipp

Lausitz am Sonntag vom 23. Dezember 2012

 

Lausitzer Rundschau vom 18. Dezember 2012

Erstes Konzert in sanierter Kirche

Senftenberger Konzertchor sorgt für Weihnachtsstimmung bei Peter und Paul

"Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch!" Einen besseren Titel für sein diesjähriges Weihnachtskonzert
konnte sich der Konzertchor Senftenberg e.V. nicht aussuchen. Im doppelten Sinne: Die das ganze Jahr wegen umfangreicher Baumaßnahmen geschlossene Kirche ist seit dem ersten Advent wieder zugänglich. Türen und Tore stehen der Gemeinde und Interessenten offen. Nun wird jedermann eingeladen, den Sinn des Weihnachtsfestes mit dem letzten Teil des Titelkanons ". . . dass der König der Ehren einziehe" neu zu entdecken.

Lieder aus aller Welt

Chorleiter Sven Irrgang hat seinen Chormitgliedern in den Proben mit eindrücklichen Worten immer darauf hingewiesen, dass Weihnachten nicht einfach nur ein Familienfest sei, sondern für viele Menschen eine tiefere Bewandtnis habe. Die Texte der Lieder, egal in welcher Sprache, machen die Sehnsucht und Hoffnung auf die Jesusgeburt deutlich. Um die Zuhörer wirklich zu erreichen, müsse es auch die Herzen der Sänger berühren, war die Intension des Chorleiters.

Aus vielen Ländern kommende Weihnachtsweisen werden am Samstag, 22. Dezember um 15.30 Uhr gesungen. Englische, italienische, griechische, polnische, französische, ungarische und deutsche Lieder erzählen von der Christusgeburt, der Freude darüber und dem Wunsch, ". . . öffnet die Herzen allüberall". Mit Halleluja-Chören und vielen Glockentönen wird auf das bevorstehende Fest eingestimmt, ". . . so dass ein jeder den Weihnachtsfrieden spürt", hoffet er.

Erster Höhepunkt

Für die Sängerinnen und Sänger ist es ein ganz besonderes Erlebnis, nach der Wiedereröffnung der Kirche den ersten musikalischen Höhepunkt setzen zu dürfen. Um auch der Kirchengemeinde wegen der noch fehlenden Finanzen zur Fertigstellung der Sakristei unter die Arme greifen zu können, hat das Chorkonzert Benefizcharakter. Der Eintritt ist zwar frei, aber um Spenden wird sehr herzlich gebeten, schreibt Gabriele Philipp, die engagiert und ehrenamtlich die Öffentlichkeitsarbeit schon während der halbjährigen Kirchensanierung unter ihre Fittiche genommen hatte.
Chor- und Musikfreunde sind herzlich eingeladen, sich am Samstag vor dem 4. Advent in den Zauber der Weihnachtszeit mitnehmen zu lassen und die Botschaft ". . . der Hoffnung Stern kommt mit dem Herrn in dieser heil´gen Nacht!" zu hören.
Weihnachtskonzert des Konzertchores Senftenberg e. V., 22. Dezember, 15.30 Uhr Peter-Paul-Kirche.

gph/hs

Lausitzer Rundschau vom 20. August 2012

Straßenring ist das Geschenk zum nächsten runden Jubiläum

Einwohner feiern 565. Jahrestag der Ersterwähnung

HÖRLITZ Mit zahlreichen Veranstaltungen haben die Hörlitzer am Wochenende die 565. Wiederkehr der urkundlichen Ersterwähnung ihres Ortes begangen. In fünf Jahren wollen sie erneut feiern. Bis dahin soll der innerörtliche Straßenring vollendet sein. "565 Jahre – und gar nicht alt", lautet das Motto der Festivitäten. Damit haben die Einwohner nicht unrecht, denn das heutige Hörlitz existiert erst seit dem ersten Drittel des 20.Jahrhunderts. Völlig verschwunden ist dagegen der ursprüngliche Ort gleichen Namens. Das vor 565 Jahren erstmals urkundlich erwähnte Dorf musste laut der Chronik ab dem Jahr 1935 dem Tagebau Marga weichen. In den 1960er-Jahren wurde die nordöstlich vom Originalstandort entstandene Siedlung von der Kohle geschliffen. An Alt-Hörlitz erinnert indes nur ein Gedenkstein in der Bergbaufolgelandschaft in Richtung Brieske. Dieser ist derzeitig aus Sicherheitsgründen jedoch nicht zugänglich. Seit der politischen Wende hat sich Hörlitz vom schmutzigen Industrieort zur attraktiven Wohn- und Gewerbegegend gemausert. Rund 1000 Menschen sind dort zu Hause. Viel ist seitdem geschehen. Der Ort erhielt unter anderem eine Umgehungsstraße, ein attraktives Zentrum und nicht zuletzt den Aussichtsturm anstelle der früheren Brikettfabrik Meurostolln. Während der 565-Jahr-Feier hielt Ortsvorsteherin Helga Sztehlo Bilanz über die vergangenen fünf Jahre. Denn die Einwohner hatten im Sommer 2007 bereits die "560" würdevoll begangen. So ist im vergangenen halben Jahrzehnt die Kindertagesstätte neu gebaut worden. Zudem erfolgte eine grundlegende Sanierung des Sportgebäudes. Auch für die nächsten fünf Jahre haben sich die Hörlitzer ehrgeizige Ziele gesteckt. Nach Angaben von Helga Sztehlo soll endlich die Rekonstruktion der Ernst-Thälmann-, der Kreuz- und der Fabrikstraße vorgenommen werden. Die Verbindungen bilden im Ort den sogenannten Hörlitzer Ring. "Die Fördermittel sind beantragt. Aber wann die Arbeiten beginnen, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen", so Sztehlo. Nur so viel: "Zu unserer 570-Jahr-Feier im Sommer 2017 soll alles vollendet sein."

Auftritt des Senftenberger Konzertchores in der Heilandskirche. Foto: T. Richter/trt1

Und spätestens in fünf Jahren soll auch der Senftenberger Konzertchor nach Hörlitz zurückkehren. Nach Angaben von Leiter und Dirigent Sven Irrgang war der Klangkörper während der 565-Jahr-Feier erstmals in der Hörlitzer Heilandskirche zu Gast. Eine Premiere sozusagen. Und eine besonders gelungene. Die rund 80 anwesenden Zuhörer forderten mit lautem und lang anhaltendem Beifall, dass der Chor möglichst bald wiederkommen möge. Spätestens im Sommer 2017.

Torsten Richter/trt1

Lausitzer Rundschau vom 24. April 2012

"Genießen wir die Harmonien!"

Chorkonzert in Brieske bildete Abschluss eines dreitägigen Gesangsworkshops

Zu einem Workshop trafen sich Ende vergangener Woche zahlreiche Sängerinnen und Sänger der Region. Unter Anleitung des tschechischen Chorleiters Jan Stanĕk bereiteten sich vier Chöre auf ein gemeinsames Konzert am Sonntag in Brieske vor – und lernten dabei mehr, als nur zu singen.

Mit Charme und Spaß leitete der tschechische Chorleiter Jan Stanĕk den dreitägigen Chor-Workshop in Senftenberg.
Foto: H. Schäfer

"Genießen wir die Harmonien, liebe Freunde!" Mit dieser Aufforderung stimmte der renommierte tschechische Chorleiter Jan Stanĕk mehr als 80 Sängerinnen und Sänger zum Konzert am Sonntag in der Briesker Martin-Luther-Kirche ein. Vorausgegangen war ein dreitägiger Workshop, bei dem sich der Konzertchor Senftenberg, der Volkschor Schipkau, der Stadtchor Lauchhammer und einzelne Gäste von diesem Genie auf dem Gebiet der Chormusik und Stimmbildung in den Bann ziehen ließen. Welche Klangfülle, Genauigkeit, Aussprache und Musikalität in dem zu erarbeitenden Chorauftritt stecken müssen, um ein Publikum zu begeistern, verstand Jan Stanĕk in eindringlicher Weise den Workshop-Teilnehmern zu vermitteln.

In den Proben wurde immer wieder intensiv an Details, an Lautstärke, warmen oder harten Tönen gearbeitet. Mit viel Charme und Spaß, für den die Sänger ihn lieben, hat Jan Stanĕk unermüdlich und geduldig eingewirkt. "An der Stelle ist das Atmen verboten!", "Sind wir heute ein bisschen scheu oder wissen wir die Töne nicht – beides, oje!", "Der liebe Gott hat dem Sänger zwei Augen gegeben, eines für die Noten, das andere für den Chorleiter!", "Im Konzert stoppe ich nicht, wenn ihr über die eingezeichneten Pausen singt, aber ich mache ein böses Gesicht, bis sogar die Kinder weinen!", "Frauenstimmen verzieren ein Lied, die wahre Schönheit kommt oft von den Männerstimmen!", "In meinen Chören habe ich manchmal eine sadistische Viertelstunde, in der ich jeden Einzelnen vorsingen lasse!" oder: "Seid ihr freiwillig gekommen? Dann konzentriert euch, schaut und strahlt mich vor allem an!" – diese Sätze führten stets zu herzlichem Lachen der Sänger, und große Aufmerksamkeit war garantiert. Jede Stunde intensiven Übens machte die Freude über das Gelernte größer, aber auch die Nervosität vor dem Auftritt.

Mit einem kleinen Einblick in das Repertoire jedes einzelnen Chores begann das Konzert. Das Lampenfieber wurde dann noch intensiver, als alle 85 Sängerinnen und Sänger auf den Chortreppen standen, weil letztendlich nicht nur das Publikum in der voll besetzten Kirche erfreut werden sollte. Das größte Dankeschön für den Dirigenten war sicher der mit großem Engagement, hoher Konzentration und seine Anweisungen genau befolgender Auftritt der Sänger.

Das Programm konnte vielfältiger und internationaler nicht sein – von englischsprachigen Spirituals über tschechische Volkslieder, afrikanische Songs, einem russischen Choral bis zum Zigeunerlied. Es gab also neben dem Lernen der Noten auch noch sprachliche Experimente zu bestehen. Mit tosendem Beifall und Bravo-Rufen zeigten die Zuhörer, wie gelungen das Konzert war, und entließ den Chor nicht ohne Zugabe.

Der Organisator des Workshop-Wochenendes, Sven Irrgang, kennt Jan Stanĕk seit 2003, ist mit ihm befreundet und hat zahlreiche Seminare mit ihm erlebt. "Für mich und die Chöre ist es immer wieder ein Erlebnis, Jan zu treffen. Er vermittelt nicht nur Musik und inspiriert, er lebt sie vielmehr, er selbst ist Musik!"

Jan Stanĕk ist in diesem Jahr an jedem Wochenende zu Chören in Deutschland, Tschechien, Österreich, Südtirol und der Schweiz unterwegs. Auf die Frage, woher er die Kraft nimmt, erklärt der studierte Physiker, den Sinn seines Lebens im Chorgesang gefunden zu haben. Das mache ihn zu einem glücklichen Menschen. Genau das strahlt er aus und versteht es, auf eine besondere Art, fröhlich mitzureißen und zu begeistern.

In vier Wochen, ab 17.Mai, sind Jan Stanĕk und zwei seiner Chöre zu Gast bei der Niederlausitzer Singakademie. Nach verschiedenen Aussichts- und Besichtigungsfahrten und einem umfangreichen Programm wird am 19. Mai in der Altdöberner Kirche die "Missa lyrica" des Vaters von Jan Stanĕk, Pavel Stanĕk, mit Orchester aufgeführt. Diese Tatsache und die Möglichkeit des erneuten Singens unter einem Stanìk-Dirigat begeisterten die Sängerinnen und Sänger des Workshops und machte das Abschiednehmen leichter.

 

Gabriele Philipp

BASF Information vom 29. März 2012

 

Lausitzer Rundschau vom 28. März 2012

Ein warmer Regen läßt die Glückspilze wachsen

Senftenberg: 47 529,74 Euro sind im zweiten Kalenderhalbjahr 2011 zusammengekommen, um als Zweckertrag aus der PS-Lotterie bei der Sparkasse Niederlausitz an Vereine und Kommunen des Landkreises ausgeschüttet zu werden. Am Dienstag war Glückspilz-Tag in Senftenberg.

Pauline, Jasmin und Max sind aufgeregt. Sie sind mit ihrem Schulleiter Gisbert Büttner von Ruhland nach Senftenberg gekommen. Hier sollen sie einen Scheck über 1500 Euro in Empfang nehmen. Er soll mithelfen, dass in der Oberschule ein zweites Computerkabinett eingerichtet werden kann. Das erste reicht für 200 wissensdurstige junge Leute nicht, sagen sie. Doch gute Berufsvorbereitung, wie sie sich die Schule auf die Fahnen geschrieben hat, braucht moderne Medien, berichten sie den anderen Glückspilzen in der Cafeteria der Sparkasse Niederlausitz. Die vertreten 45 Vereine und Kommunen aus dem gesamten Oberspreewald-Lausitz-Kreis, die in einem gründlichen Verfahren, so versichert Vorstandsvorsitzender Lothar Piotrowski, ausgewählt wurden, um vom eifrigen Sparwillen vieler Sparkassenkunden zu profitieren. "Aufgrund der fleißigen Sparer gehören wir zu jenen, die besonders viel Geld an die Vereine ausschütten können", berichtet er. Etwa 100 000 Euro kommen so Jahr für Jahr zusammen und unterstützen die Vereine bei ihrer Arbeit. Im Herbst und im Frühjahr werden die Zweckerträge ausgeschüttet und sind so Teil einer etwa halben Million Euro, mit denen das Unternehmen als Sponsor in der Region tätig wird.

In diesem Frühjahr freut sich auch Rosel Klepel über 1000 Euro für ihren Hospiz-Verein. Für das Geld wird er Gartenmöbel für das stationäre Hospiz in Lauchhammer kaufen, "damit die Menschen auch in ihren letzten Lebenstagen mit ihren Angehörigen die Sonne genießen können", berichtet sie.

Ganz anders ist die Freude von Rita Richter. Die Kita-Leiterin ist mit zwei Knirpsen aus Zinnitz nach Senftenberg gekommen. Die wissen genau, was die Kita braucht, "eine neue Garderobe", sagen sie selbstbewusst ins Mikrofon. Immerhin ist der alte Garderobenschrank schon 41 Jahre alt und hat damit 20 Jahre mehr auf dem Buckel als die Kita selbst.

In Bronkow freut sich die freiwillige Feuerwehr über den warmen Regen. Die 1400 Euro, die ihr bewilligt wurden, sollen vor allem in die Jugendfeuerwehr fließen. Immerhin hat der Ort mit 28 Kindern für ordentlichen Nachwuchs der Floriansjünger gesorgt.

Für Rudolf Bönisch, den Organisator der Großräschener Orgelkonzerte sind mit dem PS-Lotterie-Geld in Höhe von 1000 Euro die Kosten für Werbung und Druck für die neuen Programmhefte gedeckt. Außerdem verlangt die Orgel nach einer Durchsicht.

Zahlreichen Sportvereinen des Kreises hilft die Finanzspritze des Sparkasse bei der Organisation von Training, Spielbetrieb und vor allem Jugendarbeit. Die Schwarzheider von der BSG Chemie werden das Geld beim Wechsel des Vereinssitzes zum SeeCampus gut gebrauchen können, sagt Mario Sachse. Die Lübbenauer Kanuten kaufen ein Kanu für die jüngsten Paddler, und der Hockeyclub aus Lauchhammer sieht im Nachwuchs die Zukunft des Vereins und will für ihn Hockeyschläger und Bälle kaufen. Froh ist auch Christel Herzog vom Lindenauer Tennisclub über das Geld. Das Hochwasser hat im Jahr 2010 der Tennisanlage übel mitgespielt und dem Verein mächtig zu schaffen gemacht. Jetzt fasst er wieder Mut und will die Sportgeräte erneuern. Der SV Kleinleipisch ist für vier- bis neunjährige Fußballer eine neue Heimstatt geworden. Damit die Kleinen auch ihre Tore selbst aufbauen können, brauchen sie leichte aus Aluminium, erklärt der Vorsitzende Thomas Rother, ebenso wie die kleinen Kicker in Koßwig bei der SV Eintracht.

Der Förderverein der Grundschule Altdöbern ist froh, dass die Kunstprojekte an der Schule durch die finanzielle Hilfe weiter gewährleistet werden können. Tanz und Malerei geben den Kindern Selbstbewusstsein.

Heidrun Seidel

Lausitzer Rundschau vom 09. Januar 2012

Grandioses Chorkonzert in Altdöbern

AltdöbernFestliche Konzerte um Epiphanias (6. Januar) haben in der evangelischen Kirche von Altdöbern Tradition. Am Samstag ist diese mit einem exzellenten Chorkonzert fortgesetzt worden.

Jeder Kubikzentimeter Raum der Altdöberner Kirche ist von den Mitwirkenden mit faszinierenden Melodien gefüllt worden.
Foto: uhd1

Der Konzertchor Senftenberg, der Stadtchor Lauchhammer, der Kammerchor der Musikschule Oberspreewald-Lausitz sowie der Chor des Gymnasiums Senftenberg gaben sich ein musikalisches Stelldichein. Bevor der für die künstlerische Gesamtleitung zuständige Sven Irrgang den knapp 70 Stimmvirtuosen traumhafte Töne entlockte, offenbarte er dem Publikum ein Geständnis: „Für mich ist Weihnachten in der Regel nach den Feiertagen beendet. Ein weihnachtliches Konzert zu dieser Zeit habe ich so noch nie gegeben“, erklärte der Chorleiter und verwies auf die Konzertanfrage von Stephan Magirius. „Wenn der Pfarrer uns einlädt wird das schon seine Richtigkeit haben“, so Sven Irrgang. Mit der Altdöberner Musikaufführung endete zugleich das musikalische Projekt mit dem Chor-Quartett, das zuvor in Lauchhammer, Ortrand und Brieske gefeierte Auftritte servierte. Die Auswahl erlesener Titel, die instrumentale Begleitung durch Benjamin Sawicki (Orgel, Piano), Franz Blumenthal (Kontrabass) und Riccardo Gunder (Piano) sowie die souveräne Darbietung der Chöre mündeten am Schluss des Neujahrskonzertes in stehende Ovationen. Dass sich die Reise zum Mittelpunkt des Kreises gelohnt habe, war aus den Gesichtern der Sänger und ihres Chorleiters abzulesen.

Zu Beginn des 100-minütigen Klangerlebnisses hatte Stephan Magirius die Altdöberner Rolle als „Schnittstelle zwischen Nord und Süd“ bekräftigt. Nach der gefeierten Gastrolle der Lübbenauer Band UC, am 4. Advent, folgte am Samstag die musikalische Antwort aus dem Süden des Landkreises – überzeugend, überlegen, überschäumend und übergreifend, was alte Kreisgrenzen betrifft.

Uwe Hegewald/uhd1

 

Lausitzer Rundschau vom 20. Dezember 2011

Großes Konzert mit vier Chören

Traditionsgemäß singt der Konzertchor Senftenberg am vierten Advent im Bürgerhaus Wendische Kirche. In diesem Jahr ist außer dem Datum alles anders gewesen. Um nicht nur die Kreisstädter, sondern das Publikum aus dem ganzen Landkreis zu locken, hatten sich vier Chöre zusammengeschlossen – der Konzertchor Senftenberg, der Stadtchor Lauchhammer, der Kammerchor der Musikschule OSL und der Chor des Friedrich-Engels-Gymnasiums Senftenberg.

Foto: Rasche

Die Idee der gemeinsamen Konzerte an verschiedenen Orten war, mit reifen und jugendlichen Stimmen generationsübergreifend zu musizieren. Dabei entstanden ein besonderer Spannungsbogen und ein neuer Klang gegenüber den vergangenen Jahren. Die Mädchen mit engelsgleichen hellen Stimmen, die Jugendlichen im Tenor und Bass. Die älteren Chorsängerinnen und Sänger hörten respektvoll auf die Leistung der anderen und erfreuten sich in den Proben an der entstandenen Klangfülle. Für die meisten war das eine neue, sehr interessante Erfahrung.

So erfreuten sich die Zuhörer bereits in voll besetzten Kirchen in Lauchhammer, Ortrand und nun am vergangenen Sonntag in der Briesker Martin-Luther-Kirche.

Alle vier Chöre werden das ganzer Jahr von Sven Irrgang betreut. Im Konzert war er dann auch für die künstlerische Gesamtleitung zuständig. In seiner unnachahmlichen, intensiven Art, Auftritte vorzubereiten und Chöre mit Mimik und Fingersprache zu dirigieren, schafft er es immer wieder, Sänger und Publikum mitzureißen.

„Singt euch die Seele aus dem Leib, nehmt die Leute mit“, so motiviert Sven Irrgang. „Man muss das Leuchten in den Augen sehen, wenn Ihr singt. Denkt daran, ein strahlendes Gesicht ist schon ein halber Ton!“ Mit solchen Aufforderungen schwört er Jung und Alt aufeinander ein und erinnert daran, dass Musik eine Weltsprache ist, die man nicht verstehen muss, aber fühlen sollte.
Die einstudierte Chorliteratur konnte unterschiedlicher nicht sein. Leise und getragene Weisen, beschwingte, intensive oder kraftvolle Melodien wechselten sich ab. Dabei hatte jeder Chor neben den gemeinsam gesungenen Werken auchdie Möglichkeit, sich mit drei oder vier eigenen Liedern vorzustellen und damit die Verschiedenartigkeit deutlich zu machen. Als zum Schluss die Christmas-Suite nach dem „Messias“ von Händel aus 80 Kehlen erklang, kam es wie in Ortrand zu stehenden Ovationen.

460 Kirchenbesucher in Brieske erfreuten sich am Sonntag an diesem Experiment. Anette Winkler aus Senftenberg gefiel das abwechslungsreiche Programm sehr und sie freute sich, dass das sonst übliche sentimentale Klischee nicht bedient wurde. Martina Kuban und Olaf Schmidt aus Brieske ließen sich beeindrucken vom „Alleluja“ von Gordon Young, das leise beginnend immer kraftvoller werdend sich bis zu einem furiosen Ende steigert. „Einfach hinreißend!“, war ihr Resümee. Jan Schäfer, selbst ein ehemaliger Chorsänger, war überrascht, dass der Klang, also die Charakteristik eines jeden Chores so deutlich zu unterscheiden war. Das machte das Konzert für ihn besonders interessant.

Der Organist Benjamin Sawicki, Riccardo Gunder am Piano und Franz Blumenthal am Kontrabass begleiteten den Chor in einfühlsamer Weise. Darüber freuten sich alle Sängerinnen und Sänger ebenso wie über die großzügigen Spenden der Besucher nach dem Konzert und die gute Zusammenarbeit mit dem Technischen Direktor Axel Tonn vom Senftenberger Theater sowie der Kirchgemeinde in Brieske.

Martina Gregor-Ness setzte mit ihrer Meinung einen Schlusspunkt. „Nun wird Sven Irrgang im nächsten Jahr ein Problem haben, weil er mit dem heutigen Konzert neue Maßstäbe gesetzt hat.“

Von Gabriele Philipp

Lausitzer Rundschau vom 20. Juli 2010

Schöpferische Kurz-Pause im Sommer

Anspruchsvolle Lieder in verschiedenen Sprachen fordern den Konzertchor Senftenberg immer wieder heraus

Senftenberg. „Ich habe da eine gute Idee!“ Mit diesem Satz des Landeschorleiters Sven Irrgang beginnt die wöchentliche Probe des Konzertchores Senftenberg. Seit zehn Jahren begleitet er einen der renommiertesten Chöre der Stadt, der 2009 sein 30-jähriges Jubiläum begangen hat.

Foto: Fotovision Schipkau

Sven Irrgang ist es zu verdanken, dass das Repertoire im Laufe der Zeit internationaler und anspruchsvoller wurde. Dabei werden viele Genres und Zeitepochen bedient - von Klassik über Slow Rock, Gospel, Volks- oder Kirchenlied. Eine Herausforderung ist das Singen in verschiedenen Sprachen, neben deutsch auch jiddisch, tschechisch, italienisch, englisch oder lateinisch. Besondere Freude haben die Chormitglieder am Einstudieren afrikanischer Gesänge, darunter »Jambo« aus Kenia und »Ipharadisi«, einem traditionellen Lied der Zulu.

Die kreative und beharrliche Art Sven Irrgangs, seine Geduld und manchmal auch Strenge, das Ausprobieren von ungewöhnlichen oder schwierigen Chorsätzen fordern die Sänger immer wieder aufs Neue und lassen die Gemeinschaft wachsen, sowohl künstlerisch als auch in persönlicher Art. Dabei kommt weder der Spaß zu kurz, manch herzliches Lachen begleitet die Proben, noch die ernsthafte Kritik. Der Chor hat sich im Laufe der Jahre einigen Herausforderungen gestellt und erfreut sich immer größer werdender Beliebtheit. Steigende Besucherzahlen bei den Konzerten, die oft ausverkauft sind, bestätigen das.

Viele Möglichkeiten dafür haben sich in den letzten Monaten ergeben - Weihnachtskonzerte in Senftenberg, Großkoschen, Wormlage oder Benefizveranstaltungen für die Erdbebenopfer in Haiti, Chorworkshops, das Frühlingskonzert im Bürgerhaus Wendische Kirche, Einladungen zum Kreissängerball des Elbe-Elster-Kreises auf Gut Saathain und zum IBA-Eröffnungskonzert »Paradies 2«, Beteiligung beim großen Chorfest der Sänger des Kreises Oberspreewald-Lausitz im Rahmen des 20. Jubiläums des Brandenburgischen Chorverbandes und der Abschiedsgottesdienst der Pastorin Scholte-Reh in Brieske. Dabei kann dieser Laienchor immer wieder zeigen, dass er sich durch einen Leiter mit herausragenden pädagogischen und künstlerischen Fähigkeiten weiterentwickelt hat und zu besonderen Leistungen fähig ist.

Sven Irrgang leitet den Konzertchor Senftenberg e.V.; Foto: privat

Die 44 Männer und Frauen sind inzwischen eine verschworene Gemeinschaft und freuen sich nach einer kurzen Sommerpause auf die nächsten großen Vorhaben.

Gabriele Philipp

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