Ein warmer Regen läßt die Glückspilze wachsen

Senftenberg: 47 529,74 Euro sind im zweiten Kalenderhalbjahr 2011 zusammengekommen, um als Zweckertrag aus der PS-Lotterie bei der Sparkasse Niederlausitz an Vereine und Kommunen des Landkreises ausgeschüttet zu werden. Am Dienstag war Glückspilz-Tag in Senftenberg.

Pauline, Jasmin und Max sind aufgeregt. Sie sind mit ihrem Schulleiter Gisbert Büttner von Ruhland nach Senftenberg gekommen. Hier sollen sie einen Scheck über 1500 Euro in Empfang nehmen. Er soll mithelfen, dass in der Oberschule ein zweites Computerkabinett eingerichtet werden kann. Das erste reicht für 200 wissensdurstige junge Leute nicht, sagen sie. Doch gute Berufsvorbereitung, wie sie sich die Schule auf die Fahnen geschrieben hat, braucht moderne Medien, berichten sie den anderen Glückspilzen in der Cafeteria der Sparkasse Niederlausitz. Die vertreten 45 Vereine und Kommunen aus dem gesamten Oberspreewald-Lausitz-Kreis, die in einem gründlichen Verfahren, so versichert Vorstandsvorsitzender Lothar Piotrowski, ausgewählt wurden, um vom eifrigen Sparwillen vieler Sparkassenkunden zu profitieren. "Aufgrund der fleißigen Sparer gehören wir zu jenen, die besonders viel Geld an die Vereine ausschütten können", berichtet er. Etwa 100 000 Euro kommen so Jahr für Jahr zusammen und unterstützen die Vereine bei ihrer Arbeit. Im Herbst und im Frühjahr werden die Zweckerträge ausgeschüttet und sind so Teil einer etwa halben Million Euro, mit denen das Unternehmen als Sponsor in der Region tätig wird.

In diesem Frühjahr freut sich auch Rosel Klepel über 1000 Euro für ihren Hospiz-Verein. Für das Geld wird er Gartenmöbel für das stationäre Hospiz in Lauchhammer kaufen, "damit die Menschen auch in ihren letzten Lebenstagen mit ihren Angehörigen die Sonne genießen können", berichtet sie.

Ganz anders ist die Freude von Rita Richter. Die Kita-Leiterin ist mit zwei Knirpsen aus Zinnitz nach Senftenberg gekommen. Die wissen genau, was die Kita braucht, "eine neue Garderobe", sagen sie selbstbewusst ins Mikrofon. Immerhin ist der alte Garderobenschrank schon 41 Jahre alt und hat damit 20 Jahre mehr auf dem Buckel als die Kita selbst.

In Bronkow freut sich die freiwillige Feuerwehr über den warmen Regen. Die 1400 Euro, die ihr bewilligt wurden, sollen vor allem in die Jugendfeuerwehr fließen. Immerhin hat der Ort mit 28 Kindern für ordentlichen Nachwuchs der Floriansjünger gesorgt.

Für Rudolf Bönisch, den Organisator der Großräschener Orgelkonzerte sind mit dem PS-Lotterie-Geld in Höhe von 1000 Euro die Kosten für Werbung und Druck für die neuen Programmhefte gedeckt. Außerdem verlangt die Orgel nach einer Durchsicht.

Zahlreichen Sportvereinen des Kreises hilft die Finanzspritze des Sparkasse bei der Organisation von Training, Spielbetrieb und vor allem Jugendarbeit. Die Schwarzheider von der BSG Chemie werden das Geld beim Wechsel des Vereinssitzes zum SeeCampus gut gebrauchen können, sagt Mario Sachse. Die Lübbenauer Kanuten kaufen ein Kanu für die jüngsten Paddler, und der Hockeyclub aus Lauchhammer sieht im Nachwuchs die Zukunft des Vereins und will für ihn Hockeyschläger und Bälle kaufen. Froh ist auch Christel Herzog vom Lindenauer Tennisclub über das Geld. Das Hochwasser hat im Jahr 2010 der Tennisanlage übel mitgespielt und dem Verein mächtig zu schaffen gemacht. Jetzt fasst er wieder Mut und will die Sportgeräte erneuern. Der SV Kleinleipisch ist für vier- bis neunjährige Fußballer eine neue Heimstatt geworden. Damit die Kleinen auch ihre Tore selbst aufbauen können, brauchen sie leichte aus Aluminium, erklärt der Vorsitzende Thomas Rother, ebenso wie die kleinen Kicker in Koßwig bei der SV Eintracht.

Der Förderverein der Grundschule Altdöbern ist froh, dass die Kunstprojekte an der Schule durch die finanzielle Hilfe weiter gewährleistet werden können. Tanz und Malerei geben den Kindern Selbstbewusstsein.

Heidrun Seidel

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